Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Porenprüfung: Prüfung einer Beschichtung auf durchgehende Fehlstellen wie Poren, Risse oder Nadelstiche. Sie wird elektrisch mit Niedervolt-Schwamm- oder Hochspannungsgeräten durchgeführt und ist vor allem bei Tank- und Immersionsbeschichtungen üblich.
Eine Beschichtung kann optisch einwandfrei aussehen und dennoch winzige Fehlstellen enthalten, die bis zum Untergrund reichen. Solche Poren, im Englischen Holidays oder Pinholes, sind Eintrittspunkte für Wasser und Chemikalien. Bei dauerhaft eingetauchten Bauteilen, Tanks und erdverlegten Rohrleitungen führen sie schnell zu lokaler Korrosion. Die Porenprüfung macht diese Fehlstellen sichtbar, bevor das Bauteil in Betrieb geht.
Es gibt zwei grundlegende Verfahren:
Die Prüfspannung richtet sich nach Schichtdicke und Beschichtungsart und wird nach Norm oder Herstellerangabe festgelegt. Eine zu hohe Spannung kann die Beschichtung beschädigen, eine zu niedrige übersieht Fehlstellen. Beschrieben sind die Verfahren unter anderem in DIN EN ISO 29601 und im AMPP-Standard SP0188. Voraussetzung ist ein leitfähiger Untergrund und eine ausreichend ausgehärtete Beschichtung, da Lösemittelreste zu Fehlanzeigen führen können. Gefundene Fehlstellen werden markiert, ausgebessert und nach der Aushärtung erneut geprüft. Bei Tankinnenbeschichtungen ist die Porenprüfung deshalb meist ein fester Bestandteil der Abnahme. COATER setzt sie dort ein, wo das Schutzziel eine porenfreie Beschichtung verlangt.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Porenprüfung.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Die Nassschwammprüfung wird für dünnere Beschichtungen eingesetzt und arbeitet mit niedriger Spannung. Für dickere Systeme ist die Hochspannungsprüfung üblich, weil sie auch Fehlstellen in hohen Schichtdicken zuverlässig erkennt. Die Grenze zwischen beiden Verfahren und die Prüfspannung ergeben sich aus Norm und Herstellerangaben. Wichtig ist, das Verfahren vorab in der Spezifikation festzulegen.
Bei falsch gewählter, zu hoher Spannung kann die Hochspannungsprüfung den Film durchschlagen. Deshalb muss die Spannung an Schichtdicke und Beschichtungstyp angepasst werden. Auch eine nicht ausreichend ausgehärtete Beschichtung kann Fehlanzeigen liefern. Mit korrekt eingestellten Geräten ist das Verfahren für intakte Beschichtungen unkritisch.
Jede gefundene Fehlstelle wird markiert und anschließend fachgerecht ausgebessert. Dazu wird die Stelle meist angeschliffen, gereinigt und mit dem passenden Beschichtungsstoff überarbeitet. Nach Aushärtung wird der Bereich erneut geprüft. Erst wenn keine Fehlstellen mehr angezeigt werden, gilt die Fläche als abgenommen.
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