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Haftfestigkeit: Maß dafür, wie fest eine Beschichtung am Untergrund und die einzelnen Schichten untereinander haften. Sie wird mit genormten Verfahren wie Abreißversuch und Gitterschnitt geprüft.

Ohne ausreichende Haftung kann keine Beschichtung dauerhaft schützen, unabhängig von ihrer Schichtdicke oder chemischen Beständigkeit. Man unterscheidet die Adhäsion zwischen Beschichtung und Untergrund, die Haftung zwischen den Schichten und die innere Festigkeit eines Films, die Kohäsion. Die Haftfestigkeit wird maßgeblich durch die Oberflächenvorbereitung bestimmt: Reinheitsgrad, Rauheit, Staub- und Salzfreiheit sowie die Einhaltung von Taupunktabstand und Überarbeitungsintervallen.

Für die Prüfung stehen verschiedene genormte Verfahren zur Verfügung:

  • Abreißversuch nach DIN EN ISO 4624, mit Bewertung auf der Baustelle nach DIN EN ISO 16276-1
  • Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409 für dünnere Schichten
  • Gitter- und Kreuzschnitt nach DIN EN ISO 16276-2 für Prüfungen am Objekt

Beim Abreißversuch wird nicht nur der Kraftwert in MPa dokumentiert, sondern auch das Bruchbild: Ein Bruch innerhalb einer Schicht ist anders zu bewerten als eine Ablösung direkt vom Stahl. Welche Mindestwerte gelten, sollte vorab in der Spezifikation festgelegt werden, da Systeme und Normen unterschiedliche Anforderungen haben. Da die meisten Haftprüfungen zerstörend sind, werden sie oft an Referenzflächen oder Probeplatten durchgeführt. Prüfstellen am Bauteil müssen anschließend fachgerecht und systemgerecht ausgebessert werden, damit keine neuen Schwachstellen entstehen. COATER plant Haftprüfungen als Teil der Qualitätssicherung und dokumentiert Werte und Bruchbilder nachvollziehbar.

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Häufige Fragen: Haftfestigkeit

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Das Bruchbild zeigt, an welcher Stelle sich das System unter Zugbelastung getrennt hat. Möglich sind Adhäsionsbrüche zwischen Untergrund und Schicht oder zwischen zwei Schichten sowie Kohäsionsbrüche innerhalb einer Schicht. Auch ein Versagen im Klebstoff des Prüfstempels wird dokumentiert. Erst Kraftwert und Bruchbild zusammen ergeben eine aussagekräftige Bewertung.

Für dünne Schichten bis etwa 250 µm wird häufig die Gitterschnittprüfung eingesetzt, weil sie schnell und einfach ist. Für dickere Systeme und quantitative Aussagen ist der Abreißversuch besser geeignet. Welches Verfahren angewendet wird, sollte in der Spezifikation stehen. Oft werden beide Verfahren ergänzend genutzt.

Meist liegt die Ursache in der Oberflächenvorbereitung oder den Applikationsbedingungen. Typisch sind Staub, Salze, Öl, unzureichende Rauheit oder Kondensation auf dem Untergrund. Auch überschrittene Überarbeitungsintervalle oder Aminausschlag schwächen die Haftung zwischen den Schichten. Die Produktqualität allein kann diese Fehler nicht ausgleichen.