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Salzsprühnebeltest: Laborprüfung nach DIN EN ISO 9227, bei der beschichtete Proben in einer Kammer einem salzhaltigen Nebel ausgesetzt werden. Der Test dient zum Vergleich der Korrosionsbeständigkeit von Beschichtungen.

Beim Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227 werden beschichtete Prüfbleche in einer Prüfkammer einem kontinuierlichen Nebel aus Natriumchloridlösung bei erhöhter Temperatur ausgesetzt. Meist wird die Beschichtung vorher mit einem definierten Ritz bis auf den Stahl verletzt, um die Unterwanderung zu beurteilen. Nach festgelegten Prüfzeiten, die von einigen Hundert bis über tausend Stunden reichen, werden die Proben bewertet. Die Norm unterscheidet drei Varianten: Der Test ist einer der ältesten und am weitesten verbreiteten Korrosionsprüfungen und wird auch für metallische Überzüge und Konversionsschichten eingesetzt.

  • NSS: neutraler Salzsprühnebel, im Korrosionsschutz am gebräuchlichsten
  • AASS: essigsaurer Salzsprühnebel
  • CASS: kupferchloridhaltiger, essigsaurer Salzsprühnebel

Ausgewertet werden Blasengrad, Rostgrad, Rissbildung und Unterwanderung am Ritz nach den Teilen der DIN EN ISO 4628. In DIN EN ISO 12944-6 ist der neutrale Salzsprühnebeltest zusammen mit weiteren Prüfungen, etwa Kondenswasser- und Chemikalienbeständigkeit, Grundlage für die Bewertung von Beschichtungssystemen nach Korrosivitätskategorie und Schutzdauer. Wichtig ist die richtige Einordnung: Der Test eignet sich zum Vergleich von Systemen und zur Qualitätskontrolle, eine direkte Umrechnung von Prüfstunden in Jahre Schutzdauer ist jedoch nicht möglich. Reale Bedingungen mit Nass-Trocken-Wechsel, UV und Temperaturschwankungen werden besser durch zyklische Prüfungen abgebildet, wie sie DIN EN ISO 12944-9 vorsieht. COATER bezieht vorhandene Prüfnachweise der Hersteller in die Materialauswahl ein.

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Häufige Fragen: Salzsprühnebeltest

Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Salzsprühnebeltest.

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Eine solche Umrechnung ist fachlich nicht möglich. Der Salzsprühnebeltest erzeugt eine konstante, künstliche Belastung, die im Freien so nicht vorkommt. Er eignet sich, um Beschichtungssysteme untereinander zu vergleichen oder Mindestanforderungen zu prüfen. Aussagen zur Schutzdauer stützen sich auf die Prüfprogramme der DIN EN ISO 12944-6 und -9 in Verbindung mit praktischen Erfahrungen.

DIN EN ISO 12944-6 legt je nach Korrosivitätskategorie und Schutzdauer unterschiedliche Prüfdauern für den neutralen Salzsprühnebeltest und weitere Prüfungen fest. Je höher die Kategorie und je länger die Schutzdauer, desto länger ist die geforderte Prüfdauer. Die konkreten Werte sind in den Tabellen der Norm angegeben. Für CX und Offshore-Bedingungen gelten zusätzlich die zyklischen Prüfungen der DIN EN ISO 12944-9.

Salzsprühnebeltests werden in Prüflaboren mit kalibrierten Prüfkammern durchgeführt, häufig im Auftrag von Beschichtungsherstellern. Die Ergebnisse dienen als Nachweis, dass ein System für eine bestimmte Kategorie und Schutzdauer geeignet ist. Auftraggeber sollten sich bei Bedarf die Prüfberichte mit Angabe von Prüfnorm, Systemaufbau und Schichtdicken vorlegen lassen. So lässt sich prüfen, ob das geprüfte System dem angebotenen entspricht.