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Leistungsverzeichnis Korrosionsschutz: Ausschreibungsunterlage, in der alle Leistungen eines Korrosionsschutzprojekts nach Art, Umfang und Qualität beschrieben werden. Ein eindeutiges Leistungsverzeichnis ist die Grundlage für vergleichbare Angebote und eine reibungslose Ausführung.

Ein Leistungsverzeichnis, kurz LV, gliedert die geforderten Arbeiten in einzelne Positionen mit Mengen und Einheiten. Im Korrosionsschutz reicht es nicht, nur ein Produkt oder eine Farbe zu nennen. Entscheidend sind die technischen Anforderungen, die zusammen die Spezifikation bilden. DIN EN ISO 12944-8 beschreibt, wie Spezifikationen für Erstschutz und Instandsetzung aufgebaut werden. Für Bauleistungen in Deutschland ist zudem die VOB/C mit der ATV DIN 18364 für Korrosionsschutzarbeiten an Stahl- und Aluminiumbauten maßgeblich, im Brückenbau ergänzend die ZTV-ING.

Ein gutes Leistungsverzeichnis enthält unter anderem:

  • Korrosivitäts- oder Immersionskategorie und geforderte Schutzdauer
  • Vorbereitungsgrad, Rauheit und gegebenenfalls Grenzwerte für Salzbelastung
  • Beschichtungssystem mit Schichtfolge und Sollschichtdicken
  • Prüfungen, Referenzflächen und Dokumentationspflichten
  • Zugang, Einhausung, Umweltschutz und Entsorgung

Unklare Positionen führen häufig zu Nachträgen, schwer vergleichbaren Angeboten und Streit bei der Abnahme. Typisch sind fehlende Angaben zum Ausgangszustand, zu Kantenschutz und Schweißnahtvorbereitung oder zu Mengenansätzen für Teilflächen. Bei Instandsetzungen sollte das Leistungsverzeichnis auf einer Zustandsbewertung der vorhandenen Beschichtung beruhen. Auch Nebenleistungen wie Gerüst, Schutzmaßnahmen und Witterungsstillstand sollten eindeutig geregelt sein. Ergänzend empfiehlt sich ein Prüfplan, der festlegt, wer welche Prüfungen wann durchführt und dokumentiert. COATER kann Auftraggeber bei der technischen Beschreibung von Leistungen unterstützen, damit Anforderungen, Prüfungen und Verantwortlichkeiten klar formuliert sind.

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PREGUNTAS FRECUENTES

Häufige Fragen: Leistungsverzeichnis Korrosionsschutz

Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Leistungsverzeichnis Korrosionsschutz.

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DIN EN ISO 12944-8 beschreibt, wie Spezifikationen für Erstschutz und Instandsetzung erarbeitet werden. Sie gibt eine Struktur vor, die von Umgebungsbedingungen über das Beschichtungssystem bis zu Prüfungen reicht. In Deutschland ergänzt die VOB/C mit der ATV DIN 18364 die vertraglichen Regeln für Korrosionsschutzarbeiten. Für Brücken und Ingenieurbauwerke gelten zusätzlich die ZTV-ING.

Mindestens sollten Korrosivitätskategorie, Schutzdauer, Vorbereitungsgrad, Beschichtungssystem und Sollschichtdicken festgelegt sein. Ebenso wichtig sind Angaben zu Prüfungen, Referenzflächen und Dokumentation. Zugang, Umweltschutz und Entsorgung von Strahlschutt sollten eigene Positionen erhalten. Je klarer diese Punkte formuliert sind, desto besser lassen sich Angebote vergleichen.

Häufig ist der Ausgangszustand im Leistungsverzeichnis nicht ausreichend beschrieben. Zeigt sich auf der Baustelle mehr Rost, mehr Altbeschichtung oder eine höhere Salzbelastung, ändern sich Aufwand und Ablauf. Auch fehlende Positionen für Kantenschutz, Witterungsstillstand oder Einhausung führen zu Nachträgen. Eine vorherige Zustandsbewertung verringert dieses Risiko deutlich.