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Schweißnahtvorbereitung (DIN EN ISO 8501-3): Vorbereitung von Schweißnähten, Kanten und anderen Unregelmäßigkeiten an Stahlbauteilen vor dem Beschichten. DIN EN ISO 8501-3 legt dafür die Vorbereitungsgrade P1, P2 und P3 fest.

Schweißnähte und Brennschnittkanten sind typische Schwachstellen im Korrosionsschutz. Schweißspritzer, Schlackereste, Poren, Einbrandkerben und scharfe Kanten verhindern, dass sich die Beschichtung gleichmäßig und in ausreichender Dicke ausbildet. DIN EN ISO 8501-3 beschreibt diese Unregelmäßigkeiten und ordnet ihnen drei Vorbereitungsgrade zu. Diese Vorbereitung ergänzt den Reinheitsgrad nach DIN EN ISO 8501-1, der die Sauberkeit der Fläche nach dem Strahlen beschreibt.

Die drei Vorbereitungsgrade unterscheiden sich in ihrer Gründlichkeit:

  • P1, leichte Vorbereitung: Entfernen loser Spritzer und Schlacke, keine Nacharbeit an Kanten
  • P2, gründliche Vorbereitung: die meisten Unregelmäßigkeiten werden beseitigt, Kanten gebrochen
  • P3, sehr gründliche Vorbereitung: alle Unregelmäßigkeiten beseitigt, Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet

Welcher Grad erforderlich ist, richtet sich nach der Korrosivitätskategorie und der geforderten Schutzdauer; DIN EN ISO 12944-3 gibt dazu Hinweise. Für hohe Belastungen wie Immersion oder Offshore wird in der Regel P3 gefordert. Die Bearbeitung erfolgt durch Schleifen, Fräsen oder Abtragen und sollte vor dem Strahlen abgeschlossen sein, damit die bearbeiteten Bereiche anschließend die gleiche Rauheit erhalten. Am wirtschaftlichsten ist es, die Anforderungen bereits in der Fertigung zu berücksichtigen, statt auf der Baustelle nachzuarbeiten. COATER prüft Schweißnähte und Kanten vor der Oberflächenvorbereitung auf den spezifizierten Vorbereitungsgrad.

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Häufige Fragen: Schweißnahtvorbereitung (DIN EN ISO 8501-3)

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Die Grade beschreiben, wie gründlich Schweißnähte, Kanten und Oberflächenfehler vor dem Beschichten bearbeitet werden. P1 ist eine leichte Vorbereitung, P2 eine gründliche und P3 eine sehr gründliche. Bei P3 müssen unter anderem alle Kanten mit einem Radius von mindestens 2 mm gerundet sein. Die Grade sind in DIN EN ISO 8501-3 festgelegt.

Grundsätzlich steigen die Anforderungen mit der Korrosivitätskategorie und der Schutzdauer. Für geringe Belastungen kann P1 ausreichen, für mittlere Belastungen wird häufig P2 gefordert. Bei hohen Kategorien, Immersion und Offshore ist P3 üblich. Maßgeblich ist immer der in der Spezifikation festgelegte Grad.

Die Bearbeitung sollte vor dem Strahlen abgeschlossen sein. So erhalten die geschliffenen Bereiche beim anschließenden Strahlen das gleiche Rauheitsprofil wie die übrige Fläche. Am wirtschaftlichsten ist es, die Anforderungen bereits in der Stahlbaufertigung umzusetzen. Nacharbeiten auf der Baustelle sind meist aufwendiger und teurer.