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Überarbeitungsintervall: Zeitfenster zwischen dem Auftrag einer Schicht und dem frühestmöglichen sowie spätestmöglichen Auftrag der nächsten Schicht. Es ist entscheidend für eine sichere Zwischenschichthaftung.

Jede Beschichtung braucht nach dem Auftrag eine gewisse Zeit, bis sie überarbeitet werden kann. Das minimale Überarbeitungsintervall stellt sicher, dass Lösemittel ausreichend entweichen und der Film tragfähig ist. Wird zu früh überarbeitet, drohen eingeschlossene Lösemittel, Runzeln, Blasen oder eine gestörte Aushärtung. Das maximale Überarbeitungsintervall ist besonders bei reaktiv härtenden Systemen wie Epoxid und Polyurethan wichtig: Ist die Schicht zu weit ausgehärtet, kann die nächste Schicht sich nicht mehr ausreichend verankern.

Die Werte stehen im technischen Datenblatt und hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Objekttemperatur und relative Luftfeuchte während der Aushärtung
  • Schichtdicke der zu überarbeitenden Schicht
  • Art der Folgeschicht, etwa gleiches Bindemittel oder Polyurethan-Deckbeschichtung
  • UV-Belastung im Freien, die bei Epoxiden zu Kreidung führen kann

Wird das maximale Intervall überschritten, verlangen die Hersteller meist eine Vorbehandlung, zum Beispiel Anschleifen oder Sweepen, und eine gründliche Reinigung. Zudem müssen Verschmutzungen, Salze oder Aminausschlag entfernt werden, die sich zwischenzeitlich gebildet haben. In der Planung von Baustellen mit wechselnder Witterung ist das Überarbeitungsintervall deshalb ein zentraler Terminfaktor, denn kühle Nächte oder Regentage verschieben sowohl das minimale als auch das maximale Fenster spürbar. COATER richtet Arbeitsabschnitte und Schichtfolgen an diesen Vorgaben aus und dokumentiert die Zeiten im Prüfprotokoll.

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PREGUNTAS FRECUENTES

Häufige Fragen: Überarbeitungsintervall

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Die darunterliegende Schicht kann noch Lösemittel enthalten, die von der neuen Schicht eingeschlossen werden. Folgen sind Blasen, Runzeln, eine verzögerte Aushärtung oder eine verminderte Härte des Gesamtsystems. Manche Produkte quellen zudem durch die Lösemittel der Folgeschicht an. Das minimale Intervall sollte deshalb immer eingehalten werden.

Zunächst sollte das technische Datenblatt oder der Hersteller konsultiert werden. Meist wird ein Aufrauen der Oberfläche durch Schleifen oder leichtes Strahlen verlangt. Anschließend muss die Fläche staub-, fett- und salzfrei gereinigt werden. Ohne diese Vorbehandlung besteht ein erhöhtes Risiko für Zwischenschichtenthaftung.

Ja, die Werte gelten für jede Schicht, die überarbeitet wird, also auch zwischen Zwischen- und Deckbeschichtung. Je nach Kombination der Produkte unterscheiden sich die Intervalle. Ein Epoxid kann zum Beispiel mit einem Epoxid ein anderes maximales Intervall haben als mit einem Polyurethan. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers für die konkrete Schichtfolge.