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Stahlwasserbau: Bereich des Wasserbaus, der Stahlkonstruktionen wie Schleusentore, Wehrverschlüsse, Spundwände und Sperrwerke umfasst. Diese Bauteile stehen dauerhaft oder zeitweise im Wasser und stellen hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz.

Stahlwasserbauten sind wechselnden und oft sehr harten Belastungen ausgesetzt. Je nach Lage wirken Süß-, Brack- oder Meerwasser, Wasserwechselzonen, Spritzwasser, Abrieb durch Treibgut, Eis und Geschiebe sowie Bewuchs. Hinzu kommt, dass viele Bauteile nur in langen Abständen und mit hohem Aufwand trockengelegt werden können. Der Korrosionsschutz muss deshalb auf eine lange Schutzdauer ausgelegt und besonders sorgfältig ausgeführt werden. DIN EN ISO 12944-2 ordnet solche Belastungen den Immersionskategorien Im1 bis Im4 zu.

Für Bauwerke an Bundeswasserstraßen gelten in Deutschland eigene Regelwerke, insbesondere:

  • ZTV-W LB 218 für den Korrosionsschutz im Stahlwasserbau
  • die Richtlinie der Bundesanstalt für Wasserbau zur Prüfung von Beschichtungssystemen
  • zugelassene, geprüfte Beschichtungssysteme für die jeweiligen Belastungen

Häufig kombiniert man Beschichtungen mit kathodischem Korrosionsschutz, was eine Beständigkeit gegen kathodische Enthaftung voraussetzt. Typische Systeme sind dickschichtige Epoxid- oder Glasflake-Beschichtungen mit hoher Abriebfestigkeit. Die Ausführung verlangt eine sehr gründliche Oberflächenvorbereitung, geringe Salzbelastung, gerundete Kanten und eine lückenlose Qualitätskontrolle. Instandsetzungen müssen oft in engen Zeitfenstern während Revisionen oder Trockenlegungen erfolgen, was Planung, Klimatisierung und Logistik anspruchsvoll macht. Eine sorgfältige Dokumentation der ausgeführten Systeme erleichtert spätere Inspektionen und Ausbesserungen erheblich. COATER berücksichtigt bei Projekten im Wasserbau die Belastungszonen und die geltenden Regelwerke bereits bei der Planung.

Mehr zum Thema: Korrosionsschutz für InfrastrukturZur Leistung
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Häufige Fragen: Stahlwasserbau

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Grundlage ist die Normenreihe DIN EN ISO 12944, insbesondere mit den Immersionskategorien. Für Bauwerke an Bundeswasserstraßen gilt zusätzlich die ZTV-W LB 218. Die Bundesanstalt für Wasserbau prüft Beschichtungssysteme nach eigener Richtlinie und führt Listen geprüfter Systeme. Welche Regeln im Einzelfall gelten, legt der Auftraggeber fest.

In der Wasserwechselzone wechseln Nass- und Trockenphasen ständig ab. Sauerstoff und Feuchtigkeit sind dort gleichzeitig reichlich vorhanden, was Korrosion beschleunigt. Zusätzlich wirken mechanische Belastungen durch Wellen, Treibgut und Eis. Beschichtungen müssen hier besonders dick, abriebfest und haftfest sein.

Ja, bei dauerhaft eingetauchten Bauteilen wird häufig ein kathodischer Korrosionsschutz ergänzt. Er schützt den Stahl an Fehlstellen der Beschichtung. Die Beschichtung muss dann für den Einsatz mit kathodischem Schutz geeignet sein und darf nicht zu starker Enthaftung neigen. Beschichtung und Schutzsystem sollten gemeinsam geplant werden.