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Zwischenbeschichtung: Schicht zwischen Grund- und Deckbeschichtung, die vor allem Schichtdicke und Barrierewirkung des Systems aufbaut. Sie verbindet Grundierung und Deckschicht technisch miteinander.

Die Zwischenbeschichtung trägt im schweren Korrosionsschutz häufig den größten Anteil der Gesamtschichtdicke. Ihre Hauptaufgabe ist die Barrierewirkung: Sie verlängert den Diffusionsweg für Wasser, Sauerstoff und Ionen bis zum Untergrund. Typisch sind Epoxidbeschichtungen, oft mit plättchenförmigen Pigmenten wie Eisenglimmer oder Glasflakes, die sich parallel zur Oberfläche ausrichten und die Durchlässigkeit weiter verringern. In manchen Systemen werden auch mehrere Zwischenschichten aufgebracht, um die Sollschichtdicke sicher zu erreichen.

Neben der Barriere erfüllt die Zwischenbeschichtung weitere Funktionen:

  • gute Haftung auf der Grundbeschichtung, auch auf Zinkstaub
  • Überarbeitbarkeit mit der vorgesehenen Deckbeschichtung
  • Kontrastfarbe zur Kontrolle von Deckung und Schichtfolge
  • Ausgleich von Unebenheiten und Rauheitsspitzen

Fehler in der Zwischenbeschichtung zeigen sich oft erst im Gesamtsystem, etwa als Zwischenschichtenthaftung oder zu geringe Schichtdicke an Kanten. Wichtig sind die richtigen Überarbeitungsintervalle zur Grund- und Deckschicht sowie das Einhalten der Sollschichtdicke. Bei Zinkstaubgrundierungen wird teils eine dünne Nebelschicht vorgeschaltet, um Poren- und Blasenbildung zu vermeiden. Diese sogenannte Mist Coat oder Nebelschicht verdrängt die Luft aus der porösen Zinkstaubschicht, bevor die eigentliche Zwischenbeschichtung in voller Schichtdicke folgt. Ob dieser Schritt nötig ist, ergibt sich aus den Vorgaben des Herstellers. COATER legt die Schichtfolge einschließlich Zwischenbeschichtung bei der Materialauswahl passend zur Korrosivitätskategorie und zum Einsatz fest.

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Häufige Fragen: Zwischenbeschichtung

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Nicht in jedem Fall, das hängt vom System und der Korrosivitätskategorie ab. Bei geringen Belastungen reichen teilweise Grund- und Deckbeschichtung. Für hohe Kategorien und lange Schutzdauern ist eine Zwischenbeschichtung meist erforderlich, um die nötige Gesamtschichtdicke zu erreichen. Moderne Dickschichtprodukte können die Schichtanzahl teilweise reduzieren.

Eisenglimmer ist ein plättchenförmiges Eisenoxid-Pigment, im Englischen Micaceous Iron Oxide genannt. Die Plättchen legen sich schuppenartig übereinander und verlängern so den Weg für eindringende Feuchtigkeit. Zusätzlich verbessern sie die UV-Beständigkeit und die Überarbeitbarkeit. Eisenglimmerhaltige Zwischenbeschichtungen sind im Stahlbau weit verbreitet.

Ein Farbwechsel zwischen den Schichten erleichtert die Kontrolle bei der Applikation. So lässt sich erkennen, ob eine Fläche vollständig und deckend beschichtet wurde. Auch bei späteren Instandsetzungen ist die Schichtfolge leichter nachvollziehbar. Die Farben werden deshalb oft bereits in der Spezifikation festgelegt.