Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Höchstdruckwasserstrahlen (UHP): Verfahren der Oberflächenvorbereitung, bei dem Wasser mit sehr hohem Druck ohne Strahlmittel auf die Oberfläche trifft. Es entfernt Altbeschichtungen, Rost und Salze, erzeugt aber kein neues Rauheitsprofil.
Beim Höchstdruckwasserstrahlen, im Englischen Ultra High Pressure Waterjetting, wird Wasser mit Drücken weit über denen des üblichen Hochdruckreinigens durch rotierende Düsen auf die Oberfläche gebracht. In der Praxis ist dafür ein Bereich ab etwa 1.700 bar gebräuchlich. Das Wasser löst Beschichtungen, Rost und lose Bestandteile und spült dabei wasserlösliche Salze besonders wirksam aus Rostnarben. Weil kein Strahlmittel verwendet wird, entsteht wenig Staub und kaum Abfall, und der Strahlschutt lässt sich leichter trennen.
Für wassergestrahlte Oberflächen definiert DIN EN ISO 8501-4 eigene Vorbereitungsgrade und Flugrostgrade:
Ein wichtiger Unterschied zum Strahlen mit Strahlmittel: Wasserstrahlen erzeugt kein neues Rauheitsprofil, sondern legt das vorhandene Profil wieder frei. Das Verfahren eignet sich deshalb besonders für Instandsetzungen auf zuvor gestrahltem Stahl, etwa an Schiffen, Offshore-Strukturen oder Brücken. Auf glattem Neustahl ist es allein meist nicht ausreichend. Nach dem Strahlen bildet sich schnell Flugrost, sodass zügige Trocknung und Beschichtung wichtig sind. Viele Hersteller bieten oberflächentolerante Beschichtungen an, die für wassergestrahlte Untergründe freigegeben sind. Arbeitssicherheit hat hohe Priorität, da der Wasserstrahl schwere Verletzungen verursachen kann. COATER setzt Höchstdruckwasserstrahlen dort ein, wo Untergrund, Umgebung und Beschichtungssystem dafür geeignet sind.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Höchstdruckwasserstrahlen (UHP).
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Der Unterschied liegt im Arbeitsdruck. Hochdruckwasserstrahlen arbeitet mit niedrigeren Drücken und eignet sich vor allem zum Reinigen und Entfernen loser Schichten. Höchstdruckwasserstrahlen mit Drücken ab etwa 1.700 bar entfernt auch fest haftende Beschichtungen und Rost. Beide Verfahren erzeugen kein neues Rauheitsprofil.
Das Verfahren eignet sich besonders für Instandsetzungen auf Stahl, der früher bereits gestrahlt wurde und noch ein Rauheitsprofil besitzt. Vorteile sind geringe Staubentwicklung, wenig Abfall und eine gute Entfernung von Salzen. Es wird häufig im Schiffbau, Offshore und an Bauwerken mit Umweltauflagen eingesetzt. Für glatten Neustahl ist zusätzlich ein Strahlen mit Strahlmittel nötig.
Der freigelegte Stahl kommt mit Wasser in Kontakt und beginnt beim Abtrocknen sofort zu oxidieren. Je länger die Fläche feucht bleibt, desto stärker wird der Flugrost. DIN EN ISO 8501-4 unterscheidet leichten, mittleren und starken Flugrost. Welcher Grad zulässig ist, hängt von der Spezifikation und vom Beschichtungsstoff ab.
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