Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Hitzebeständige Beschichtung: Beschichtung, die bei dauerhaft oder zeitweise erhöhten Oberflächentemperaturen ihre Schutzwirkung behält. Sie wird für Abgasanlagen, Kamine, Öfen, Rohrleitungen und Behälter in der Prozessindustrie eingesetzt.
Herkömmliche organische Beschichtungen erweichen, verfärben oder zersetzen sich, wenn die Oberflächentemperatur dauerhaft zu hoch ist. Für heiße Bauteile werden daher Beschichtungen verwendet, deren Bindemittel auf hohe Temperaturen ausgelegt ist. Welche Temperatur ein Produkt aushält, hängt stark vom Bindemittel ab und ist dem technischen Datenblatt zu entnehmen. Wichtig ist, ob es sich um eine trockene Dauertemperatur, um Temperaturwechsel oder um kurzfristige Spitzen handelt.
Typische Bindemittelgruppen und Systeme sind:
Ein besonderes Thema ist die Korrosion unter Dämmung, im Englischen Corrosion Under Insulation. Dort wirken Feuchtigkeit, Temperatur und Temperaturwechsel gleichzeitig auf den Stahl, oft unbemerkt unter der Isolierung. Viele Silikonbeschichtungen erreichen ihre volle Beständigkeit erst, wenn sie im Betrieb auf Temperatur gebracht werden, was in der Inbetriebnahme berücksichtigt werden muss. Die Oberflächenvorbereitung erfolgt in der Regel durch Strahlen auf einen hohen Reinheitsgrad, weil hitzebeständige Systeme meist nur geringe Toleranz gegenüber Rost und Verunreinigungen haben. Auch die Schichtdicke ist kritisch, da zu dicke Silikonschichten beim Aufheizen reißen oder abplatzen können. COATER wählt hitzebeständige Beschichtungen anhand von Betriebstemperatur, Temperaturwechseln und Umgebung aus.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Hitzebeständige Beschichtung.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Das hängt vom Bindemittel und vom jeweiligen Produkt ab. Epoxid-Phenol- und Novolac-Systeme sind für mäßig erhöhte Temperaturen ausgelegt, Silikonharzbeschichtungen für deutlich höhere. Spezielle Systeme und thermisch gespritzte Metalle reichen noch darüber hinaus. Maßgeblich sind immer die Angaben im technischen Datenblatt.
Viele Silikonharzbeschichtungen härten bei Raumtemperatur nur teilweise aus. Ihre volle Härte und Beständigkeit erreichen sie erst, wenn das Bauteil im Betrieb auf eine bestimmte Temperatur gebracht wird. Bis dahin können sie empfindlich gegenüber mechanischer Belastung sein. Der Hersteller gibt an, wie das Aufheizen bei der Inbetriebnahme erfolgen sollte.
Korrosion unter Dämmung tritt an isolierten Rohrleitungen und Behältern auf, wenn Feuchtigkeit in die Dämmung eindringt. Durch die erhöhte Temperatur und wiederholtes Befeuchten und Trocknen kann die Korrosion besonders schnell voranschreiten. Da die Schäden unter der Isolierung verborgen sind, werden sie oft spät entdeckt. Geeignete Beschichtungen und eine dichte Ummantelung verringern das Risiko.
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