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Feuerverzinkung: Verfahren, bei dem Stahlbauteile in eine Zinkschmelze getaucht werden und dabei einen metallurgisch gebundenen Zinküberzug erhalten. Die Stückverzinkung ist in DIN EN ISO 1461 geregelt.

Bei der Feuerverzinkung werden die Bauteile zunächst entfettet, gebeizt und flussmittelbehandelt und anschließend in flüssiges Zink bei etwa 450 °C getaucht. Dabei bilden sich Eisen-Zink-Legierungsschichten, die fest mit dem Stahl verbunden sind und von einer Reinzinkschicht überdeckt werden. Der Überzug schützt doppelt: als Barriere und durch kathodische Schutzwirkung, weil Zink an kleinen Verletzungen bevorzugt korrodiert. Für einzelne Bauteile gilt DIN EN ISO 1461, Hinweise zur Konstruktion und zur Schutzdauer gibt DIN EN ISO 14713. Kontinuierlich verzinktes Band wird dagegen nach DIN EN 10346 hergestellt.

Für die Planung sind einige Punkte wichtig:

  • verzinkungsgerechte Konstruktion mit Entlüftungs- und Ablauföffnungen
  • Größenbegrenzung durch die Abmessungen des Zinkbads
  • Einfluss der Stahlzusammensetzung, etwa Silizium und Phosphor, auf Schichtdicke und Aussehen
  • Ausbesserung von Fehlstellen nach den Vorgaben der DIN EN ISO 1461

Die Schichtdicke hängt unter anderem von der Materialdicke ab und ist in DIN EN ISO 1461 als Mindestwert je Dickenbereich festgelegt. In stark korrosiver Umgebung oder bei gestalterischen Anforderungen wird die Feuerverzinkung zusätzlich beschichtet, was als Duplex-System bezeichnet wird. Dafür muss die Zinkoberfläche fachgerecht vorbereitet werden, etwa durch Sweepen oder geeignete Reinigung, da Zinksalze und glatte Oberflächen die Haftung beeinträchtigen. Beispielsysteme für Beschichtungen auf feuerverzinktem Stahl enthält DIN EN ISO 12944-5. COATER berücksichtigt bei Duplex-Aufbauten die Vorbereitung der Zinkoberfläche als eigenen Arbeitsschritt.

Mehr zum Thema: Korrosionsschutz für InfrastrukturZur Leistung
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Häufige Fragen: Feuerverzinkung

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Die Schutzdauer hängt vor allem von der Zinkschichtdicke und der Korrosivität der Umgebung ab. DIN EN ISO 9223 und DIN EN ISO 14713-1 nennen Abtragsraten für Zink je Korrosivitätskategorie. In ländlicher Umgebung kann eine Feuerverzinkung sehr lange halten, in Küsten- oder Industrieatmosphäre deutlich kürzer. Eine zusätzliche Beschichtung als Duplex-System verlängert die Schutzdauer erheblich.

Eine direkte Beschichtung ohne Vorbereitung ist riskant. Auf neuen Zinkoberflächen können sich Zinksalze, Öle oder Passivierungen befinden, die die Haftung stören. Üblich sind Reinigung, ammoniakalische Netzmittelwäsche oder Sweepen mit feinem, nichtmetallischem Strahlmittel. Zudem müssen die Beschichtungsstoffe für Zink geeignet sein.

Bei der Feuerverzinkung wird das Bauteil in flüssiges Zink getaucht und es entsteht eine Legierungsschicht. Bei der Spritzverzinkung wird geschmolzenes Zink auf eine gestrahlte Oberfläche gespritzt, wodurch ein mechanisch verankerter Überzug entsteht. Die Spritzverzinkung ist nicht an Badgrößen gebunden und kann auch vor Ort erfolgen. Dafür ist der Überzug porös und wird in der Regel versiegelt oder beschichtet.