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Immersionskategorien Im1–Im4: Kategorien der DIN EN ISO 12944 für eingetauchte oder erdberührte Bauteile: Im1 Süßwasser, Im2 Meer- und Brackwasser, Im3 Erdreich, Im4 Meerwasser mit kathodischem Schutz. Sie gelten etwa für Unterwasserschiffe, Spundwände und Offshore-Strukturen.

Neben den atmosphärischen Korrosivitätskategorien definiert DIN EN ISO 12944-2 vier Kategorien für Bauteile, die dauerhaft in Wasser eingetaucht oder im Erdreich verbaut sind. Diese Bedingungen unterscheiden sich grundlegend von der Atmosphäre: Die Beschichtung steht dauerhaft unter Feuchtigkeitsbelastung, Schäden sind schwer zugänglich und Instandsetzungen oft nur bei Trockenlegung oder Dockung möglich. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Systemaufbau, Schichtdicke und Ausführungsqualität. Auch die Planung von Inspektionen und Instandsetzungen muss diese eingeschränkte Zugänglichkeit von Anfang an berücksichtigen.

  • Im1: Süßwasser, z. B. Flussbauwerke, Wasserkraftanlagen
  • Im2: Meer- oder Brackwasser, z. B. Hafenbauwerke und Spundwände
  • Im3: Erdreich, z. B. erdverlegte Behälter, Stahlpfähle
  • Im4: Meer- oder Brackwasser mit kathodischem Schutz, z. B. Offshore-Strukturen

Die Kategorie Im4 wurde mit der Ausgabe 2017 eingeführt, weil beschichtete Bauteile unter kathodischem Schutz zusätzlich auf Beständigkeit gegen kathodische Enthaftung geprüft werden müssen. Für Offshore-Strukturen verweist DIN EN ISO 12944-9 auf entsprechende Prüfverfahren. In der Praxis ist zu beachten, dass Bauteile oft mehrere Zonen haben: Unterwasserzone, Wasserwechselzone und Spritzwasserzone stellen unterschiedliche Anforderungen. Ein häufiger Planungsfehler ist es, das gesamte Bauteil nur nach einer Kategorie auszulegen. COATER berücksichtigt bei der Systemauswahl Einbausituation, Zonen und gegebenenfalls vorhandenen kathodischen Schutz.

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FAQ

Häufige Fragen: Immersionskategorien Im1–Im4

Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Immersionskategorien Im1–Im4.

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Ein Unterwasserschiff im Seewasser fällt in der Regel unter Im2 oder, wenn ein kathodischer Schutz durch Opferanoden oder Fremdstrom vorhanden ist, unter Im4. Da die meisten Seeschiffe kathodisch geschützt sind, ist Im4 häufig die passende Kategorie. Für Binnenschiffe im Süßwasser kommt Im1 in Betracht. Zusätzlich ist zu beachten, dass Wasserpass und Überwasserschiff anderen Belastungen ausgesetzt sind.

Unter kathodischem Schutz entstehen an Fehlstellen der Beschichtung alkalische Bedingungen, die zu einer Enthaftung der Beschichtung rund um die Fehlstelle führen können. Dieses Phänomen heißt kathodische Enthaftung. Beschichtungssysteme für Im4 müssen deshalb nachweislich verträglich mit kathodischem Schutz sein. Mit der Kategorie Im4 wurde diese besondere Belastung in DIN EN ISO 12944-2 eindeutig benannt.

Viele Bauwerke im Wasser haben eine Unterwasserzone, eine Wasserwechselzone und eine Spritzwasser- oder Atmosphärenzone. Jede Zone kann eine andere Kategorie und damit ein anderes Beschichtungssystem erfordern. Die Wasserwechsel- und Spritzwasserzone gilt dabei oft als besonders kritisch, weil hier Nässe, Sauerstoff und mechanische Belastung zusammenkommen. In der Spezifikation sollten die Zonen und ihre Grenzen klar definiert werden.