Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Vinylester-Beschichtung: Hochvernetzte Beschichtung auf Basis von Vinylesterharz, die sich durch sehr gute Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit auszeichnet. Sie wird vor allem für Behälter, Abgasanlagen und chemisch stark belastete Flächen eingesetzt.
Vinylesterharze sind chemisch mit Epoxidharzen verwandt, härten aber radikalisch, meist mit Peroxid-Initiatoren, ähnlich wie ungesättigte Polyesterharze. Das Ergebnis ist ein dichtes, hochvernetztes Netzwerk mit hoher Beständigkeit gegen Säuren, Laugen, Lösemittel und oxidierende Medien. Häufig werden Vinylester-Beschichtungen mit Glasflakes gefüllt: Die plättchenförmigen Glaspartikel lagern sich überlappend im Film ab und verlängern den Diffusionsweg erheblich. Solche Systeme werden in hohen Schichtdicken aufgebracht und gelten als besonders robust gegenüber Permeation und mechanischer Beanspruchung.
Typische Einsatzbereiche sind:
Die Verarbeitung ist anspruchsvoller als bei vielen Epoxiden. Vinylester reagieren empfindlich auf Temperatur, Initiatordosierung und Luftfeuchte, und ihre Topfzeit ist häufig kurz. Durch die Polymerisation tritt Schwindung auf, die hohe Anforderungen an Haftung und Oberflächenvorbereitung stellt; üblich ist ein Strahlen auf mindestens Sa 2½ mit ausgeprägtem Rauheitsprofil. Styrolhaltige Systeme erfordern zudem gute Belüftung und Arbeitsschutz. Ob ein Vinylester, ein Novolac-Epoxid oder ein anderes System die bessere Wahl ist, hängt von Medium, Temperatur und Konzentration ab. COATER bezieht diese Faktoren in die Materialauswahl ein und stützt sich dabei auf Beständigkeitsangaben der Hersteller.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Vinylester-Beschichtung.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Vinylester zeigen häufig Vorteile bei starken Säuren, oxidierenden Medien und höheren Temperaturen. Auch gegenüber bestimmten Lösemitteln sind sie oft beständiger als Standard-Epoxide. Epoxide punkten dagegen meist mit einfacherer Verarbeitung und sehr guter Haftung. Die Entscheidung sollte anhand der Beständigkeitslisten des Herstellers für das konkrete Medium getroffen werden.
Glasflakes sind sehr dünne Glasplättchen, die der Beschichtung als Füllstoff zugesetzt werden. Sie richten sich beim Auftrag parallel zur Oberfläche aus und überlappen sich wie Dachziegel. Dadurch wird der Weg für eindringende Feuchtigkeit und Chemikalien deutlich verlängert. Zusätzlich verbessern sie Abriebfestigkeit und Formstabilität des Films.
Wichtig sind eine exakte Dosierung des Initiators und die Einhaltung der Temperaturgrenzen. Die Topfzeit ist oft kurz, weshalb Ansatzmengen und Arbeitsabschnitte sorgfältig geplant werden müssen. Die Oberfläche muss sauber gestrahlt und ausreichend rau sein. Bei styrolhaltigen Produkten sind Belüftung und Atemschutz besonders wichtig.
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