Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Grundbeschichtung: Erste Schicht eines Beschichtungssystems, auch Primer genannt. Sie sorgt für die Haftung auf dem Untergrund und übernimmt oft den aktiven Korrosionsschutz, etwa als Zinkstaubgrundierung.
Die Grundbeschichtung, auch Primer genannt, ist die Schicht mit dem direktesten Kontakt zum Untergrund und damit für Haftung und Unterrostungsschutz eines Systems entscheidend. Sie wird unmittelbar nach der Oberflächenvorbereitung aufgetragen, damit sich auf frisch gestrahltem Stahl kein Flugrost und keine neue Verschmutzung bilden. Je nach Untergrund und Belastung erfüllt sie unterschiedliche Aufgaben: aktiver Korrosionsschutz, Barrierewirkung oder Haftvermittlung auf schwierigen Oberflächen. Ein Fehler in der Grundbeschichtung lässt sich durch nachfolgende Schichten nicht ausgleichen. Bei Instandsetzungen kommen außerdem oberflächentolerante Primer zum Einsatz, wenn ein hoher Vorbereitungsgrad technisch nicht erreichbar ist.
Häufige Arten von Grundbeschichtungen sind:
Typische Fehler sind eine Applikation auf unzureichend vorbereitetem oder feuchtem Untergrund, zu geringe Schichtdicken an Kanten und Schweißnähten sowie zu lange Standzeiten bis zur Zwischenbeschichtung. Bei Zinkstaubgrundierungen führen zu hohe Schichtdicken leicht zu Rissbildung. Der Primer muss zudem mit den Folgeschichten verträglich sein, was bei Systemen eines Herstellers in der Regel gewährleistet ist. COATER stimmt Grundbeschichtung, Vorbereitungsgrad und Folgeschichten bei der Planung aufeinander ab.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Grundbeschichtung.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Ein Shop Primer, auf Deutsch Fertigungsbeschichtung, ist eine sehr dünne Schicht, die Stahlbleche und Profile während Lagerung, Zuschnitt und Schweißen vorübergehend schützt. Er ist schweißbar und nicht als dauerhafter Korrosionsschutz gedacht. Die eigentliche Grundbeschichtung ist Teil des endgültigen Systems und wird in der vorgesehenen Schichtdicke aufgebracht. Ob ein Shop Primer im System verbleiben darf oder entfernt werden muss, legt die Spezifikation fest.
Frisch gestrahlter Stahl ist sehr reaktiv und bildet bei Feuchtigkeit schnell Flugrost. Deshalb sollte die Grundbeschichtung so bald wie möglich, in der Regel noch am selben Arbeitstag, aufgetragen werden. Entscheidend ist, dass der geforderte Reinheitsgrad zum Zeitpunkt der Beschichtung noch vorhanden ist. Bei hoher Luftfeuchte oder Taupunktnähe kann der Zeitraum deutlich kürzer sein.
Ja, auf Zink und Aluminium haften viele Standardgrundierungen nicht zuverlässig. Hier werden geeignete Haftvermittler oder speziell freigegebene Epoxid-Primer eingesetzt, oft nach einem leichten Sweep-Strahlen oder einer chemischen Vorbehandlung. Verseifende Bindemittel wie bestimmte Alkydharze sind auf Zink ungeeignet. Die Auswahl sollte immer nach Herstellerangaben und Belastung erfolgen. Bei Unsicherheit schafft eine Probefläche mit Haftprüfung Klarheit.
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