Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Flugrost: Dünner, gleichmäßiger Rostfilm, der sich kurz nach dem Nassstrahlen oder Wasserstrahlen auf blankem Stahl bildet. Wie viel Flugrost vor dem Beschichten zulässig ist, wird über Flugrostgrade festgelegt.
Flugrost, im Englischen Flash Rust, entsteht, wenn frisch freigelegter Stahl mit Wasser in Kontakt kommt und anschließend trocknet. Typisch ist er nach dem Hochdruck- oder Höchstdruckwasserstrahlen und nach dem Nassstrahlen mit Strahlmittel. Auch Kondensation auf trocken gestrahlten Flächen kann zu einem ähnlichen Rostschleier führen. Flugrost ist zunächst ein dünner Film, kann aber je nach Trocknungszeit und Umgebung schnell zunehmen und lose werden.
Für wassergestrahlte Oberflächen beschreibt DIN EN ISO 8501-4 neben den Vorbereitungsgraden Wa 1 bis Wa 2½ auch drei Flugrostgrade:
Welcher Grad zulässig ist, legt die Spezifikation in Abstimmung mit dem Beschichtungsstoff fest. Viele oberflächentolerante Epoxide vertragen leichten Flugrost, während starker Flugrost vor dem Beschichten entfernt werden muss. Zur Begrenzung wird die Zeit zwischen Strahlen und Beschichten kurz gehalten, die Fläche zügig getrocknet und gegebenenfalls Entfeuchtung eingesetzt. Flugrostinhibitoren im Strahlwasser sind nur zulässig, wenn der Beschichtungshersteller sie freigibt, da Rückstände die Haftung stören können. Wichtig ist zudem, dass die Oberfläche vor dem Beschichten salzarm ist. COATER kontrolliert den Flugrostgrad vor der Applikation und dokumentiert ihn im Prüfprotokoll.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Nicht zwingend, leichter Flugrost wird von vielen oberflächentoleranten Beschichtungen akzeptiert. Entscheidend ist, welcher Flugrostgrad in der Spezifikation und im Datenblatt zugelassen ist. Mittlerer und starker Flugrost müssen meist vor dem Beschichten entfernt werden. Lose Rostschichten verhindern sonst eine ausreichende Haftung.
Wichtig ist, die Zeit zwischen Strahlen und Beschichten möglichst kurz zu halten. Die Oberfläche sollte nach dem Wasserstrahlen schnell trocknen, etwa durch Belüftung oder Entfeuchtung. Auch ein ausreichender Abstand zwischen Oberflächentemperatur und Taupunkt hilft. Inhibitoren im Wasser dürfen nur nach Freigabe durch den Beschichtungshersteller verwendet werden.
Die Bewertung erfolgt visuell anhand der Beschreibungen und Bilder in DIN EN ISO 8501-4. Ergänzend wird geprüft, ob sich der Rost beim Wischen mit einem Tuch löst oder abfärbt. Daraus ergibt sich die Einstufung in leicht, mittel oder stark. Der festgestellte Grad sollte vor Beginn der Beschichtung dokumentiert werden.
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