Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Salzbelastung (Bresle-Test): Menge wasserlöslicher Salze auf einer Oberfläche vor dem Beschichten. Sie wird meist mit dem Bresle-Verfahren nach DIN EN ISO 8502-6 entnommen und über die Leitfähigkeit nach DIN EN ISO 8502-9 bestimmt.
Wasserlösliche Salze wie Chloride und Sulfate sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, gehören aber zu den häufigsten Ursachen für Blasenbildung und Unterrostung. Sie gelangen durch Meeresluft, Streusalz, Industrieabgase oder verunreinigtes Strahlmittel auf die Oberfläche und sitzen oft tief in Rostnarben. Werden sie überbeschichtet, ziehen sie Feuchtigkeit durch den Film an und können osmotische Blasen auslösen. Deshalb wird die Salzbelastung vor allem im maritimen Bereich, im Stahlwasserbau und bei Instandsetzungen gezielt geprüft.
Beim Bresle-Test wird ein flexibles Pflaster mit einer Kammer auf die Oberfläche geklebt. Ablauf in Kurzform:
Welcher Grenzwert gilt, legt die Spezifikation fest. Für Ballasttanks in Schiffen nennt der IMO-Leistungsstandard PSPC zum Beispiel einen Höchstwert von 50 mg/m² als Natriumchlorid-Äquivalent; andere Spezifikationen verlangen je nach Belastung strengere Werte. Liegt die Belastung zu hoch, wird die Oberfläche mit sauberem Wasser gewaschen oder erneut gestrahlt und anschließend erneut gemessen. Da die Leitfähigkeitsmessung nicht zwischen einzelnen Salzen unterscheidet, werden für gezielte Analysen teils zusätzlich chloridspezifische Tests eingesetzt. COATER nutzt Salzmessungen als Teil der Qualitätskontrolle, wenn Umgebung oder Vorbelastung das erfordern.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Salzbelastung (Bresle-Test).
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Wasserlösliche Salze ziehen Feuchtigkeit an, auch durch einen intakten Beschichtungsfilm hindurch. Unter der Beschichtung entsteht dadurch eine konzentrierte Salzlösung, die osmotischen Druck aufbaut. Die Folge sind Blasen, Enthaftung und Korrosion. Besonders kritisch ist das bei eingetauchten Bauteilen und Flächen mit Kondensatbelastung.
Einen allgemeingültigen Grenzwert gibt es nicht, er wird in der jeweiligen Spezifikation festgelegt. Für Ballasttanks in Schiffen nennt der IMO-Standard PSPC einen Höchstwert von 50 mg/m² als Natriumchlorid-Äquivalent. Für eingetauchte oder stark belastete Bauteile werden teilweise niedrigere Werte gefordert. Hersteller geben für ihre Systeme oft eigene Empfehlungen an.
Die Oberfläche muss gereinigt werden, bevor beschichtet werden darf. Üblich ist ein Waschen mit sauberem Wasser, oft mit Hochdruck, gegebenenfalls kombiniert mit erneutem Strahlen. Danach wird die Messung wiederholt, bis der Grenzwert eingehalten ist. Messstellen und Ergebnisse sollten dokumentiert werden.
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