Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Thermisches Spritzen (Spritzverzinkung): Verfahren, bei dem Metalle wie Zink oder Aluminium geschmolzen und auf eine gestrahlte Stahloberfläche gespritzt werden. Die Spritzverzinkung ist die bekannteste Anwendung im Korrosionsschutz und in DIN EN ISO 2063 geregelt.
Beim thermischen Spritzen wird ein Spritzwerkstoff in Draht- oder Pulverform in einer Flamme oder einem Lichtbogen aufgeschmolzen und mit Druckluft zerstäubt. Die Partikel treffen auf die vorbereitete Oberfläche, flachen ab und verklammern sich mechanisch mit dem Rauheitsprofil. Im Korrosionsschutz kommen vor allem Zink, Aluminium und Zink-Aluminium-Legierungen zum Einsatz. Thermisch gespritztes Aluminium, oft als TSA bezeichnet, wird zum Beispiel im Offshore-Bereich und bei erhöhten Temperaturen genutzt. Maßgeblich für Ausführung und Prüfung ist DIN EN ISO 2063, die in Teil 1 Planung und Anforderungen und in Teil 2 die Ausführung beschreibt.
Gegenüber der Feuerverzinkung bietet das Verfahren einige Vorteile:
Die Anforderungen an die Oberflächenvorbereitung sind hoch: Üblich ist ein Strahlen auf Sa 3 mit scharfkantigem Strahlmittel und einem ausreichend groben Rauheitsprofil, damit sich die Spritzschicht verankern kann. Zwischen Strahlen und Spritzen sollte möglichst wenig Zeit vergehen. Da thermisch gespritzte Überzüge porös sind, werden sie in der Regel versiegelt oder mit einem Beschichtungssystem überarbeitet; Beispielsysteme dafür enthält DIN EN ISO 12944-5. Die Haftfestigkeit wird häufig mit dem Abreißversuch geprüft. COATER plant bei thermischen Spritzverfahren Strahlen, Spritzen und Versiegeln als zusammenhängenden Ablauf.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Thermisches Spritzen (Spritzverzinkung).
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Thermisch gespritzte Schichten bestehen aus vielen aufeinanderliegenden Partikeln und enthalten Poren. Durch diese Poren können Feuchtigkeit und Salze eindringen und den Überzug von innen angreifen. Ein dünnflüssiger Versiegler füllt die Poren und verbessert so die Schutzwirkung. Häufig folgt darauf noch ein vollständiges Beschichtungssystem.
Die Stahloberfläche muss sehr sauber und ausreichend rau sein, damit sich die Spritzpartikel mechanisch verankern. Üblich ist ein Strahlen auf Sa 3 mit scharfkantigem Strahlmittel. Das erforderliche Rauheitsprofil wird in der Spezifikation festgelegt. Die Zeit zwischen Strahlen und Spritzen sollte kurz sein, damit sich kein Flugrost oder Kondensat bildet.
Aluminium-Spritzschichten werden häufig bei maritimer Belastung, im Offshore-Bereich und bei erhöhten Betriebstemperaturen eingesetzt. Sie bilden eine stabile Oxidschicht und bieten guten Schutz gegen Korrosion. Auch für Bauteile mit Korrosion unter Dämmung werden sie verwendet. Wie bei Zink ist eine Versiegelung üblich.
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