Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Deckbeschichtung: Oberste Schicht eines Beschichtungssystems, häufig auf Polyurethanbasis. Sie schützt die darunterliegenden Schichten vor UV-Strahlung und Witterung und bestimmt Farbton und Glanzgrad der Oberfläche.
Die Deckbeschichtung bildet die sichtbare Außenhaut eines Beschichtungssystems. Sie muss die darunterliegenden Schichten vor UV-Strahlung, Witterung, Feuchtigkeit und häufig auch vor Abrieb oder Chemikalien schützen. Gleichzeitig bestimmt sie Farbton, Glanzgrad und Reinigungsfähigkeit der Oberfläche und damit das Erscheinungsbild von Schiffen, Brücken, Anlagen und Fassadenelementen. Im Gesamtsystem trägt die Deckschicht meist weniger zum aktiven Korrosionsschutz bei als Grund- und Zwischenbeschichtung, ist aber als erste Barriere den Umwelteinflüssen direkt ausgesetzt. Ihre Alterung entscheidet deshalb oft darüber, wann ein Objekt optisch oder technisch überarbeitet werden muss.
Häufig eingesetzte Bindemittel für Deckbeschichtungen sind:
Epoxidharze sind als Deckschicht im Außenbereich nur bedingt geeignet, weil sie unter UV-Einwirkung kreiden und vergilben. Typische Fehler bei der Deckbeschichtung sind überschrittene Überarbeitungsintervalle der Zwischenschicht, Verunreinigungen zwischen den Schichten und ungleichmäßige Schichtdicken, die zu Farbtonunterschieden führen. Farbton und Glanzgrad werden meist über RAL- oder herstellerspezifische Farbcodes und eine Glanzmessung nach DIN EN ISO 2813 vereinbart. COATER berücksichtigt Belastung, gewünschte Optik und Pflegeaufwand bei der Auswahl der Deckbeschichtung.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Deckbeschichtung.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Epoxidharze haben eine hervorragende Haftung und Chemikalienbeständigkeit, sind aber nicht UV-stabil. Unter Sonnenlicht baut das Bindemittel an der Oberfläche ab, die Beschichtung kreidet, verliert Glanz und vergilbt. Der Korrosionsschutz bleibt dabei zunächst erhalten, die Optik jedoch nicht. Deshalb wird im Außenbereich üblicherweise eine UV-beständige Deckschicht, etwa aus aliphatischem Polyurethan, auf die Epoxidschichten aufgebracht.
Der Glanzgrad wird mit einem Reflektometer nach DIN EN ISO 2813 gemessen, meist unter einem Winkel von 60 Grad. Ergebnisse werden in Glanzeinheiten angegeben und in Kategorien wie matt, seidenmatt, seidenglänzend oder hochglänzend eingeordnet. Für einheitliche Ergebnisse sollten Messwinkel, Zielwert und Toleranz im Auftrag vereinbart werden. Auch die Applikationstechnik und die Schichtdicke können den gemessenen Glanz beeinflussen.
In den meisten Fällen ja, sofern die vorhandene Deckschicht noch fest haftet. Die Oberfläche wird gereinigt, entfettet und in der Regel angeschliffen, damit die neue Schicht ausreichend haftet. Wichtig ist die Verträglichkeit zwischen alter und neuer Beschichtung, die vorab mit dem Hersteller oder über eine Probefläche geklärt werden sollte. Bei stark gealterten oder geschädigten Systemen kann eine umfassendere Instandsetzung erforderlich sein.
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