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Tankinnenbeschichtung: Beschichtung der Innenflächen von Tanks, Behältern und Silos, die den Stahl vor dem gelagerten Medium und das Medium vor Verunreinigung schützt. Sie muss dauerhaft eingetaucht beständig und weitgehend porenfrei sein.

Tankinnenbeschichtungen, im Englischen Tank Linings, gehören zu den anspruchsvollsten Anwendungen im Korrosionsschutz. Die Beschichtung steht dauerhaft unter Immersion und muss gegenüber dem jeweiligen Medium chemisch beständig sein, etwa gegenüber Kraftstoffen, Rohöl, Chemikalien, Abwasser oder Trinkwasser. Gleichzeitig darf sie das Medium nicht verunreinigen. Für Beschichtungen im Kontakt mit Trinkwasser gelten in Deutschland die Bewertungsgrundlagen des Umweltbundesamts, für Lebensmittel und Chemikalien eigene Anforderungen und Herstellerfreigaben. Für Ballasttanks und Ladeöltanks von Schiffen gibt es zudem IMO-Leistungsstandards.

Typische Beschichtungssysteme sind:

  • lösemittelarme oder lösemittelfreie Epoxide
  • Novolac-Epoxide für Kraftstoffe, Chemikalien und erhöhte Temperaturen
  • Vinylester, oft mit Glasflakes, für stark aggressive Medien
  • für Trinkwasser zugelassene Systeme nach den Vorgaben des Umweltbundesamts

Die Ausführung erfordert besondere Sorgfalt: Strahlen auf einen hohen Reinheitsgrad, geringe Salzbelastung, gerundete Kanten und Schweißnähte, Stripe Coats und lückenlose Schichtdickenkontrolle. In engen Räumen sind Belüftung, Entfeuchtung, Explosionsschutz und Arbeitssicherheit entscheidend. Zur Abnahme gehört meist eine Porenprüfung, bevor der Tank nach vollständiger Aushärtung in Betrieb genommen wird. Wird zu früh befüllt, kann die Beschichtung Medium aufnehmen oder erweichen. Regelmäßige Inspektionen während geplanter Stillstände helfen, Schäden früh zu erkennen. COATER plant Tankinnenbeschichtungen auf Basis von Medium, Temperatur und Betriebsweise und berücksichtigt dabei die Beständigkeitsangaben der Hersteller.

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Häufige Fragen: Tankinnenbeschichtung

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Die Auswahl richtet sich nach Medium, Konzentration, Temperatur und Betriebsweise. Für Wasser und Abwasser werden häufig lösemittelfreie Epoxide eingesetzt, für Kraftstoffe und Chemikalien oft Novolac-Epoxide. Bei besonders aggressiven Medien kommen Vinylester in Frage. Grundlage sind immer die Beständigkeitslisten der Hersteller für das konkrete Medium.

Tankinnenbeschichtungen stehen dauerhaft unter Immersion, sodass jede Fehlstelle schnell zu lokaler Korrosion führt. Kleine Poren sind mit bloßem Auge oft nicht erkennbar. Die elektrische Porenprüfung macht sie sichtbar, bevor der Tank in Betrieb geht. Gefundene Fehlstellen werden ausgebessert und erneut geprüft.

Erst wenn die Beschichtung vollständig ausgehärtet ist, wie im technischen Datenblatt angegeben. Die notwendige Zeit hängt stark von Temperatur, Schichtdicke und Produkt ab. Manche Systeme benötigen eine Wärmenachhärtung oder eine Mindesttemperatur während der Aushärtung. Wird zu früh befüllt, kann die Beschichtung dauerhaft geschädigt werden.