Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Strahlmittel: Körniges Material, das beim Strahlen mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche geschleudert wird, um Rost, Zunder und Altbeschichtungen zu entfernen. Art und Körnung des Strahlmittels bestimmen Reinheitsgrad und Rauheitsprofil.
Die Wahl des Strahlmittels beeinflusst unmittelbar, wie sauber und wie rau eine Stahloberfläche nach dem Strahlen ist. Man unterscheidet metallische Strahlmittel nach DIN EN ISO 11124, etwa Stahlguss oder Hartguss, und nichtmetallische Strahlmittel nach DIN EN ISO 11126, etwa Schmelzkammerschlacke, Korund oder Granat. Die zugehörigen Prüfverfahren sind in DIN EN ISO 11125 und DIN EN ISO 11127 beschrieben. Bei metallischen Strahlmitteln wird zudem zwischen kantigem Kies, im Englischen Grit, und rundem Strahlmittel, im Englischen Shot, unterschieden.
Bei der Auswahl spielen vor allem diese Kriterien eine Rolle:
Für Beschichtungen im schweren Korrosionsschutz wird meist ein scharfkantiges Profil gefordert, das nach DIN EN ISO 8503 als fein, mittel oder grob eingestuft wird. Verunreinigtes Strahlmittel kann Salze auf die Oberfläche bringen und so später Blasen verursachen. Quarzsand wird wegen der Silikosegefahr im Korrosionsschutz praktisch nicht mehr verwendet, in Deutschland bestehen dafür arbeitsschutzrechtliche Beschränkungen. In geschlossenen Strahlanlagen wird metallisches Strahlmittel im Kreislauf geführt, regelmäßig gesiebt und von Staub befreit. COATER stimmt Strahlmittel und Körnung auf Untergrund, geforderten Vorbereitungsgrad und Beschichtungssystem ab.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Strahlmittel.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Grit ist kantiges Strahlmittel, das ein scharfkantiges, zerklüftetes Rauheitsprofil erzeugt. Shot besteht aus runden Kugeln und erzeugt ein gerundetes, eher hämmerndes Profil. Für die Haftung von Beschichtungen im Korrosionsschutz wird meist ein kantiges Profil gefordert. Shot wird eher zum Entzundern oder Verfestigen von Oberflächen eingesetzt.
Auf Baustellen werden häufig nichtmetallische Einwegstrahlmittel wie Schmelzkammerschlacke oder Granat genutzt. Sie lassen sich ohne aufwendige Rückgewinnung einsetzen. In Strahlhallen und Kabinen werden dagegen oft metallische Strahlmittel im Kreislauf verwendet. Die Wahl hängt auch von Entsorgung, Staubentwicklung und Umweltauflagen ab.
Ja, verunreinigtes oder verbrauchtes Strahlmittel kann Salze, Öl oder Staub auf die Oberfläche bringen. Besonders kritisch sind wasserlösliche Salze, die später Blasen unter der Beschichtung verursachen können. Deshalb werden Strahlmittel nach DIN EN ISO 11127 auf Leitfähigkeit und wasserlösliche Bestandteile geprüft. Recyceltes Strahlmittel muss regelmäßig gereinigt und kontrolliert werden.
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