Glossar · Beschichtung & Korrosionsschutz
Epoxidharz-Beschichtung: Beschichtung auf Basis von Epoxidharz mit sehr guter Haftung und hoher Beständigkeit gegen Wasser, Chemikalien und mechanische Belastung. Epoxidsysteme werden als Grund- und Zwischenbeschichtung, für Tanks und im Unterwasserbereich verwendet.
Epoxidharz-Beschichtungen gehören zu den wichtigsten Bindemitteln im industriellen und maritimen Korrosionsschutz. Sie entstehen durch die Reaktion eines Epoxidharzes mit einem Härter, meist auf Amin- oder Polyamidbasis, und bilden einen dichten, stark vernetzten Film. Dieser haftet sehr gut auf gestrahltem Stahl und wirkt als Barriere gegen Wasser, Sauerstoff und Salze. Varianten mit Zinkstaub, Aluminiumpigmenten, Eisenglimmer oder Glasflakes erweitern das Einsatzspektrum vom Primer bis zur hochbelasteten Tankauskleidung. Im Vergleich zu anderen Bindemitteln bieten sie ein sehr gutes Verhältnis von Schutzwirkung, Verarbeitbarkeit und Kosten, weshalb sie in nahezu allen Beispielsystemen der DIN EN ISO 12944-5 vorkommen. Lösemittelarme und lösemittelfreie Varianten ermöglichen hohe Schichtdicken in einem Arbeitsgang.
Typische Einsatzbereiche von Epoxidsystemen sind:
Die bekannteste Schwäche von Epoxiden ist die fehlende UV-Beständigkeit: Im Außenbereich kreiden sie und verlieren Glanz, weshalb sie dort mit einer Deckschicht, etwa aus Polyurethan, kombiniert werden. In der Verarbeitung sind Mindesttemperaturen, Mischungsverhältnis, Topfzeit und maximale Überarbeitungsintervalle entscheidend. Wird das Intervall überschritten, muss die Oberfläche angeraut werden, da sonst die Zwischenhaftung leidet. Bei kühler, feuchter Witterung kann sich ein Aminausschlag bilden, der vor dem Überarbeiten entfernt werden muss. COATER bezieht Belastung, Umgebung und Applikationsbedingungen in die Auswahl des Epoxidsystems ein.
Antworten auf typische Fragen von Einkäufern, Planern und Werften rund um Epoxidharz-Beschichtung.
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Projekt anfragen+49 (0)40 756 667 32Als Korrosionsschutzschicht ja, als alleinige Deckschicht in der Regel nicht. Epoxidharze sind nicht UV-beständig und kreiden unter Sonneneinstrahlung, die Oberfläche wird matt und verfärbt sich. Die Schutzwirkung bleibt zunächst erhalten, die Optik jedoch nicht. Für Außenanwendungen wird deshalb meist eine UV-stabile Deckbeschichtung, zum Beispiel aus aliphatischem Polyurethan oder Polysiloxan, auf die Epoxidschichten aufgebracht.
Aminausschlag, auch Amine Blush genannt, ist ein klebriger oder schmieriger Belag, der sich bei aminhärtenden Epoxiden unter kühlen und feuchten Bedingungen bilden kann. Er entsteht durch Reaktion des Härters mit Feuchtigkeit und Kohlendioxid aus der Luft. Der Belag beeinträchtigt die Haftung der nächsten Schicht und muss vor dem Überarbeiten abgewaschen werden. Vorbeugend helfen ausreichende Temperaturen, Abstand zum Taupunkt und gegebenenfalls eine Vorreaktionszeit nach Herstellerangabe.
Die Aushärtezeit hängt stark von Produkt, Schichtdicke und Temperatur ab. Bei Raumtemperatur sind viele Epoxide nach einigen Stunden überarbeitbar und nach mehreren Tagen voll belastbar. Bei niedrigen Temperaturen kann sich diese Zeit deutlich verlängern. Für Tankauskleidungen oder Unterwassereinsatz gelten oft besondere Mindestaushärtezeiten, bevor das Objekt befüllt oder geflutet werden darf, die im Datenblatt angegeben sind.
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